Geballtes Denkmalschutz-Engagement: Verleihung des Denkmalschutzpreises 2005 in Schwäbisch Hall

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Geballtes Denkmalschutz-Engagement: Verleihung des Denkmalschutzpreises 2005 in Schwäbisch Hall

Wieder einmal waren es nicht die weltweit Aufsehen erregenden Großprojekte, wie die Dresdner Frauenkirche, sondern einzelne Perlen der baden-württembergischen D enkmallandschaft, die Anfang November 2005 in Schwäbisch Hall mit dem Denkmalschutzpreis Baden-Württemberg ausgezeichnet wurden. Der Schwäbische Heimatbund hatte zusammen mit dem Landesverein Badische Heimat und der Denkmalstiftung Baden-Württemberg zur Teilnahme aufgerufen und viele Besitzer historischer Häuser beteiligten sich am Wettbewerb um den landesweit wichtigsten Preis für private Denkmaleigentümer.

alle Preisträger auf der Bühne

Alle Preisträger versammelten sich zum Abschluss gemeinsam mit Vertretern der Auslober und des Landes Baden-Württemberg auf der Bühne.

Und diese Beschränkung auf die Denkmale im Land geschieht ganz bewusst, wie Fritz-Eberhard Griesinger, der Vorsitzende des Schwäbischen Heimatbunds, bei seiner Begrüßung anlässlich der feierlichen Verleihung des Denkmalschutzpreises hervorhob: Es ist das Ziel des Denkmalschutzpreises, solche privaten Vorhaben mit einem - freilich bescheidenen - Betrag zu unterstützen und zu fördern, aber mehr noch: Sie bekannt zu machen, sie hervorzuheben und Nachahmer anzuregen und zu beflügeln. Insbesondere die Leistungen der Eigentümer sollen gewürdigt werden. Darüber hinaus versteht es der Schwäbische Heimatbund als seine Aufgabe, die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes nachdrücklich auf die Sinnhaftigkeit solcher Denkmalpflege hinzuweisen und diese zu unterstützen - gerade in einer Zeit, in der durch gründliche Umstellung und Neuorganisation in der Verwaltung des Landes der amtlichen Denkmalschutzes seine Eigenständigkeit verloren hat.

Die fünf ausgezeichneten Preisträger freuten sich also nicht nur über das Preisgeld in Höhe von insgesamt 25.000 Euro, sondern zusammen mit ihren Architekten und Restauratoren auch über die öffentliche Anerkennung, die dieser herausragende Einsatz für die Baukultur im Land verdient (siehe Vorstellung der Preisträger). Das Preisgeld und ein Teil der Kosten des Preises trug 2005 dankenswerterweise die L-Bank Baden-Württemberg, nachdem die Württemberger Hypo Ende 2004 ihre langjährige Sponsorentätigkeit beendet hatte.

Die von SWR-Moderatorin Heike Lüttich kurzweilig und kenntnisreich moderierte Festveranstaltung im historischen Neubau in Schwäbisch Hall machte die rund 270 Gäste mit den Besonderheiten der Bauten und ihren Besitzern vertraut. Dabei wurde wieder einmal deutlich, dass man schon eine starke Hingabe braucht, um die finanziellen und technischen Erfordernisse auf sich zu nehmen, die zur Sanierung eines oft mehrere hundert Jahre alten Gebäudes nötig sind.

Rudolf Köberle am Redepult

Der Staatssekretär im Innenministerium Rudolf Köberle vertrat Innenminister Heribert Rech, in dessen Zuständigkeit die Denkmalpflege fällt.

Diese Leistung wurde von allen Festrednern gewürdigt, allen voran vom Staatsminister im Innenministerium Rudolf Köberle: Im Namen der Landesregierung danke ich den Eigentümern für den ideellen und materiellen Einsatz, den sie für die Zeugnisse baden-württembergischer Kulturgeschichte erbracht haben. Köberles Dank richtete sich auch an die Denkmalpfleger, Architekten, Ingenieure, Handwerker, Restauratoren und alle am Bau Beteiligten für ihre Mitarbeit und Unterstützung, die sie in Form von Fachwissen, Phantasie und Einfallsreichtum zur Erweckung dieser Baudenkmale beigesteuert haben.

Beim anschließenden Stehempfang gab es dann für die vielen fachkundigen Gäste viele Neuigkeiten aus der Denkmalszene auszutauschen. Insgesamt war also auch diese festliche Verleihung des Denkmalschutzpreises ein Termin, der im Kalender denkmalinteressierter Baden-Württemberger nicht fehlen darf.

(Volker Lehmkuhl)