Oberitalienische Kunststädte von Piacenza bis Ravenna

. . . . . .

Oberitalienische Kunststädte von Piacenza bis Ravenna

Reise Nr. 8

Leitung: Sibylle Setzler M.A.

Dienstag, 17. April, bis Sonntag, 22. April 2018 (6 Reisetage)
Abfahrt: 8.00 Uhr Echterdingen, S-Bahnhof
Ihre Abholzeit mit dem Taxiservice entnehmen Sie bitte den Reiseunterlagen.
Zustieg: 8.30 Uhr "Parken und Mitnehmen" an der Autobahnausfahrt Herrenberg (nur auf der Hinfahrt, Ausstiegsmöglichkeit Wendlingen, Bahnhof)

« zurück zum Reisekalender ...

Zwischen Mailand im Westen und Ravenna im Osten, zwischen Alpenvorland im Norden und der Po-Ebene im Süden erstreckt sich eine Region, deren wechselhafte Geschichte im Mittelalter auch für das Heilige Römische Reich Deutscher Nation prägend war. Es handelt sich um einen Teil der heutigen Lombardei, Venetiens und der Emilia-Romagna.

Die dortigen Städte haben im Mittelalter eine für das ganze Abendland bedeutsame Rolle gespielt, für das Entstehen des abendländischen Stadtwesens, des Stadtbildes und die Entwicklung der Kunstströmungen. Fast alle Städte sind römische Gründungen, waren Bischofssitze, in ihnen herrschten unter den Langobarden wie auch den Franken Herzöge bzw. Grafen. Unter den Ottonen und Staufern blühte der Handel. Die Städte wurden für den Raum nördlich der Alpen Mittler von Waren und Kultur. Die Entwicklung zu freien Kommunen ab dem 12. Jahrhundert führte zu repräsentativen Kirchen- und Kommunalbauten sowie Platzgestaltungen, die noch heute das Bild der Städte prägen. In der Renaissance prägten herausragende Geschlechter, wie die Este in Modena und Ferrara oder die Herzöge von Parma und Piacenza, das Geschick der Stadtstaaten und zogen als Mäzenaten bedeutende Künstler an ihre Höfe. Die Zeugnisse der verschiedenen Kunstepochen vermitteln noch heute ein eindrucksvolles Bild der Geschichte dieser Region.

Programm

1. Tag: In die Poebene: Anreise über die Schweiz nach Piacenza (frühes Handelszentrum an der Römerstraße Via Emilia, Palazzo del Commune "il Gotico", Dom mit Campanile, romanische Basilika San Savino mit interessantem Mosaikfußboden in der Krypta) – Salsomaggiore Terme (3 Übernachtungen).

2. Tag: Mittelalterliche Kirchen und Klöster: Chiaravalle della Colomba (Zisterzienserabtei, auf Anregung Bernhard von Clairvaux gegründet) – Fidenza (Königshof der Stauferkaiser, Mittelpunkt ihres Reichsbesitzes in der Emilia Romagna, bedeutender Dom mit herausragendem mittelalterlichem Skulpturenschmuck) – Parma (der Domplatz erinnert an die große Zeit der Stadt im Mittelalter als Sitz eines Bischofs mit gräflicher Macht; romanischer Dom sowie Baptisterium mit herausragenden Kunstwerken; Teatro Farnese, barockes Theater, unter Ranuccio I., Herzog von Parma und Piacenza, errichtet).

3. Tag: In der Heimat der Geigenbauer und des Komponisten Verdi: Cremona war und ist das Zentrum der Geigenbaukunst. Die Geigenbauerfamilien Amati, Guarnieri und vor allem Antonio Stradivari stellten hier Instrumente von einer unvergleichlichen Klangfarbe her (Stadtrundgang über die mittelalterliche Piazza del Commune zum Dom mit prachtvoller Fassade und Baptisterium, Palazzo Affaitati, Sitz des Museo Stradivariano) – in der Nähe liegt die Heimat des Komponisten Verdi: Busseto (Rocca Pallavicino, ehemaliges Schloss, mehrfach umgebaut beherbergt es heute das Rathaus und ein kleines "Teatro Verdi"), Teilort Roncole (Geburtsort Verdis).

4. Tag: In die Hauptstädte der Herzöge von Este: Modena und Ferrara waren lange Zeit Residenzstädte der Herzöge von Este. Beide sind zugleich alte Universitätsstädte und besitzen historische Stadtkerne, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurden. Modena (Piazza Grande mit dem romanischen Dom und dem Wahrzeichen der Stadt "Torre Ghirlandina", Geburtsstätte des berühmten "Aceto Balsamico", Verkostung) – Ferrara (Kastell der Este, repräsentativer Dom mit Bischofssitz, ehemaliges Judenghetto) – 2 Übernachtungen in Ravenna.

5. Tag: Frühchristliche Kunstschätze in Ravenna: Am Ende des weströmischen Reichs war Ravenna 70 Jahre lang Hauptstadt, danach Zentrum eines oströmischen Exarchats. Aus dieser Zeit stammen die als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannten Bauten mit einmaligen, frühchristlichen und farbenprächtigen Mosaiken, herausragende Beispiele byzantinischer Baukunst (Mausoleum der Galla Placidia, San Vitale, Vorbild für die Aachener Pfalzkapelle Karls des Großen, Sant’Apollinare Nuovo, die Palastkirche Theoderichs, Baptisterien der Arianer und der Orthodoxen, Erzbischöfliche Kapelle und Dom, Gang über die Piazza del Popolo auf den Spuren Dantes zu seinem Grabmal, Mausoleum des Theoderich).

6. Tag: Nach Hause: Rückfahrt über den Brenner.

Leistungen:

Preis:

€ 1150,– pro Person im Doppelzimmer
€ 1280,– pro Person im Einzelzimmer

Reisepapiere: gültiger Personalausweis oder Reisepass

Beachten Sie bitte auch unsere Allgemeinen Hinweise, die Reisebedingungen sowie unseren Taxiservice.