Rechts und links der Mosel. Das alte Kurfürstentum Trier

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Rechts und links der Mosel. Das alte Kurfürstentum Trier

Reise Nr. 24

Leitung: Sibylle Setzler M.A. und Prof. Dr. Wilfried Setzler

Sonntag, 3. Juni, bis Donnerstag, 7. Juni 2018 (5 Reisetage)
Abfahrt: 8.00 Uhr Stuttgart-Weilimdorf, S-Bahnhof
Ihre Abholzeit mit dem Taxiservice entnehmen Sie bitte den Reiseunterlagen.
Zustieg: 8.30 Uhr "Parken und Mitnehmen" an der Autobahnausfahrt Heilbronn-Untergruppenbach

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Die Römer, die unter Cäsar um 50 v. Christus das Moselland eroberten, gaben dem Fluss seinen Namen "Mosella", kleine Maas. Auf sie geht auch der Weinbau zurück, der das Tal weltweit berühmt gemacht hat. Und schließlich haben sie mit Augusta Treverorum, Trier, die erste Stadt auf deutschem Boden gegründet, die sich bald zu einem der bedeutendsten Orte nördlich der Alpen entwickelte und wohl schon im 3. Jahrhundert Bischofssitz wurde. Die erste gesicherte Nachricht eines Bischofs in Trier stammt aus dem Jahr 314 (Konzil von Arles). Durch die Unterstellung anderer Bistümer im 6. Jahrhundert erfuhr der Bischof von Trier eine Rangerhöhung zum Erzbischof.

Mit dem Erwerb von Grafenrechten in der späten Karolingerzeit war der Grundstein gelegt zur weltlichen Herrschaft: der Erzbischof von Trier rückte im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation schließlich auf zum Kurfürsten, zählte zu den sieben mächtigsten Männern des Reiches. Dem Erzbischof Balduin von Luxemburg (13071354), Bruder des deutschen Königs Heinrich VII. und Großonkel von Kaiser Karl IV., gelang es, teils durch kriegerische Eroberungen, eine weitgehend geschlossene territoriale Herrschaft aufzubauen, deren Mittelachse das Moselgebiet von Luxemburg bis zur Rheinmündung bei Koblenz bildete. Erst die politische Neuordnung Europas zu Beginn des 19. Jahrhunderts durch Napoleon beendete die territoriale Herrschaft des Erzbischofs.

Geschichte, Weinbau und Landschaft haben das Kurfürstentum Trier geformt und geprägt. Die glanzvolle Geschichte hat zahlreiche sehenswerte Spuren hinterlassen: großartige Burgen, prachtvolle Schlösser, beeindruckende Kirchen, malerische Dörfer und Städte mit einer Fülle von Kunstwerken und kostbaren Kleinodien. Nicht minder beeindruckend ist der Lauf der Mosel durch das Rheinische Schiefergebirge zwischen Eifel und Hunsrück mit seinen Mäandern, spektakulären Schleifen sowie die vom Menschen geschaffene Kulturlandschaft mit den pittoresken Weinbergen an steilen Felshängen (was natürlich eine Weinprobe obligatorisch macht).

1. Tag: Trier, die älteste Stadt Deutschlands: Zwei Rundgänge erschließen die Stadt und die Residenz der Erzbischöfe: Der erste durch die römische Stadt zu den wichtigsten Zeugnissen jener Zeit (Porta Nigra, das mächtigste Stadttor, das sich auf dem Boden des gesamten antiken Weltreiches erhalten hat; Amphitheater, die Moselbrücke, die "Basilika", Kaiserthermen) der zweite durch das "heilige Trier" mit dem Dombezirk um St. Peter (Dom, der im Kern auf den Bau des Kaisers Konstantin zurückgeht; daneben befindet sich mit der Liebfrauenkirche die älteste gotische Kirche auf deutschem Boden; Dom- und Diözesanmuseum mit den weltberühmten Deckengemälden aus dem Palast Konstantins) 4 Übernachtungen in Alf.

2. Tag: Burgen und Kirchen an der Untermosel: Burg Eltz (mit ihren Giebeln, Türmen und Erkern zählt sie zu den schönsten Burgen Deutschlands) Cochem (seit 1294 Besitz des Kurfürstentums mit einer talbeherrschenden "Reichsburg", kleiner Stadtrundgang, historische Senfmühle) Klotten (St. Maximin mit prächtiger Ausstattung).

3. Tag: Vom Kröver Nacktarsch zur schwarzen Katz von Zell: Traben-Trarbach (mit der Grevenburg,Verwaltungszentrum der Grafen von Sponheim, und der Klosterruine Wolf in einer der schönsten und engsten Moselschleifen) Bernkastel-Kues (Bernkastel mit Marktplatz, Renaissance-Rathaus, Michaelskirche; Kues mit dem St.-Nikolaus-Hospital und Geburtshaus des Philosophen Nikolaus von Cues 14011464) Bremm (ehemaliges Kloster Stuben, Kirchenruine) Zell (Weinprobe).

4. Tag: Kleine Städte, schöne Dörfer: Kobern (Matthiaskapelle um 1220 erbaut, berühmter spätromanischer Bau, Formenreichtum; im mittelalterlichen Dorf einsamer romanischer Kirchturm, gotische Dreikönigskapelle) Alken (Burg Thurandt) Moselkern (Merowingerkreuz aus dem 7. Jh., eine der ältesten Darstellungen des gekreuzigten Christus in der frühmittelalterlichen Kunst) Karden (Moseldom St. Castor, frühe romanische Stiftskirche, Hochaltar).

5. Tag: Zur Mündung der Mosel in den Rhein: Koblenz (von den Römern zur Sicherung des Moselübergangs gegründet, seit 1018 an das Erzbistum Trier: St. Castor aus dem 12. Jh., Deutsches Eck mit dem Zusammenfluss von Mosel und Rhein, Kaiser-Wilhelm-Denkmal, Residenzschloss der Erzbischöfe, Burg und Festung Ehrenbreitstein) Stuttgart.

Leistungen:

Preis:

€ 980, pro Person im Doppelzimmer
€ 1020, pro Person im Einzelzimmer

Reisepapiere:

gültiger Personalausweis oder Reisepass

Beachten Sie bitte auch unsere Allgemeinen Hinweise, die Reisebedingungen sowie unseren Taxiservice.