Unbekannte südliche Dauphiné: Drôme, `Baronnies´ und Vercors.

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Unbekannte südliche Dauphiné: Drôme, `Baronnies´ und Vercors.

Studienreise mit kleinen Wanderungen zwischen Provence, Rhône und Alpen

Reise Nr. 31

Leitung: Dr. Raimund Waibel

Freitag, 29. Juni, bis Sonntag, 8. Juli 2018 (10 Reisetage)
Abfahrt: 8.00 Uhr Stuttgart-Weilimdorf, S-Bahnhof | Ihre Abholzeit mit dem Taxiservice entnehmen Sie bitte den Reiseunterlagen.
Zustieg: 9.00 Uhr Karlsruhe, Busbahnhof hinter dem Hauptbahnhof

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Das Land zwischen Provence, Rhône und Alpen ist ein eher weniger bekannter Landstrich Frankreichs. Das erstaunt, denn neben der außergewöhnlich abwechslungsreichen Landschaft ist die südliche Dauphiné reich an kultur- und kunsthistorischen Sehenswürdigkeiten; berühren sich doch hier die Geschichte des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation, zu dem die Dauphiné einst zählte, und diejenige Frankreichs und des päpstlichen avignonesischen Gebiets.

Das Land zwischen Provence, Rhône und Alpen ist ein eher weniger bekannter Landstrich Frankreichs. Das erstaunt, denn neben der außergewöhnlich abwechslungsreichen Landschaft ist die südliche Dauphiné reich an kultur- und kunsthistorischen Sehenswürdigkeiten; berühren sich doch hier die Geschichte des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation, zu dem die Dauphiné einst zählte, und diejenige Frankreichs und des päpstlichen avignonesischen Gebiets.

Neben der Geschichte fasziniert die ganze landeskundliche Bandbreite einer französischen historischen Landschaft. Dazu gehören die pittoresken Dörfer und Kleinstädte, in denen etwa in Buis-les-Baronnies ein von Arkaden des 14. Jhs. (!) umsäumter Marktplatz zu entdecken ist, romanische Kirchen und ehemalige Klöster in reicher Zahl, Burgen und Burgkapellen, das Schloss der Madame de Sévigné in Grignan, der mächtige, höchste Bergfried Frankreichs in Crest, die "Temples", wie protestantische Kirchen in Frankreich heißen, denn das Gebiet war und ist ein Kerngebiet der Hugenotten; ebenso wie die jüngere Vergangenheit und die Gegenwart, etwa deren Präsentation im Seidenmuseum in Taulignan und in einer historischen Dreherei in Ste.-Eulalie-en-Royans oder in einem Mémorial der Résistance. Das bemerkenswerte Musée de l‘Eau in Pont-en-Royans hat das Wasser mit all seinen Facetten – und dies weltweit – zum Thema. Und an anderer Stelle erfahren wir mehr über ein Lebensmittel, das vielleicht die Welternährung revolutionieren könnte (Überraschung!).

Zur Landeskunde gehört aber natürlich vor allem auch die Natur: die ganze herrliche Landschaft an sich, in der sich die Straßen noch der Landschaft anpassen und nicht umgekehrt, ebenso die noch unberührten Auen der Drôme, die Geologie und der gigantische Bergsturz, der den "Saut de la Drôme" hervorrief, kleine Wanderungen, der entdeckenswerte Wein des "Diois" und nicht zuletzt die Produkte der Küche, die einen langen Besichtigungstag herrlich abzurunden vermögen.

1. Tag: Nach Südfrankreich: Anreise durch die burgundische Pforte und das Saône- und Rhônetal nach Nyons (2 Übernachtungen).

2. Tag: Die provenzalische Dauphiné: Ein seltsames Monument der Romanik eröffnet den Besichtigungsreigen: der mächtige frühromanische Grabturm (11. Jh.) des – der Legende nach zusammen mit der Hlg. Magdalena in die Provence gekommenen – Hlg. Sidonius. Sprünge über Jahrhunderte vor und zurück führen danach in das barocke Schloss von Grignan, wohin Madame de Sévigné vom Hof Ludwigs XV. ihrer Tochter ihre berühmten 1120 Briefe schrieb, zum Trappistenkloster Aiguebelle (Zisterziensergotik) und nach St.-Paul-Trois-Châteaux (roman. Kathedrale, Stadtbefestigung und -tore, Altstadt).

3. Tag: Von der Rhône in die "Baronnies": Reise ins Herz der "Baronnies": Unterwegs liegen das noch vollständig ummauerte, elf-türmige Dorf Taulignan (Rundgang, sehr sehenswertes Museum zur Geschichte der historischen Seidenindustrie, Betrieb der alten Maschinen), Le Poët-Laval (Hugenottenmuseum) und eine kleine Wanderung (ca. 2 Stunden) auf den Spuren der Hugenotten sowie Burgkirche St. Marcel, Soyans Comps (romanische Kirche in herrlicher Lage). Übernachtung im romantischen Buis-les-Baronnies.

4. Tag: Romanik der "Baronnies": Rundgang in Buis-les-Baronnies (Marktplatz mit Arkaden, 14. Jh., römische Brücke über die Ouvèze) – St. Jalle (roman. Kirche, rätselhaftes Tympanon) – St. André-de-Rosans (Ruine des Cluniazenser-Priorats, herrliches romanisches Mosaik) – La Charce (Hugenottendorf, geologisches UNESCO-Welterbe). 2 Übernachtungen in Die.

5. Tag: Am Oberlauf der Drôme: Die (römisches Stadttor [3. Jh.], römische Stadtmauer, romanische Kathedrale) – spektakuläre Fahrt entlang des Oberlaufs der Drôme zum Felssturz des "Saut de la Drôme" und zur Quelle – Wanderung (1,5 Stunden) zu den Felsnadeln der "Sucettes (frz. ,Lutscher‘) de Borne" – Besuch der in ungewöhnlich ursprünglichem Zustand erhaltenen romanischen Zisterzienserabtei Valcroissant (Privatbesitz).

6. Tag: Zwischen den Bergen wird es eng: Die mittlere Drôme sucht sich zwischen Die und Crest in einem engen Tal ihren Weg durch die Berge. Viel Platz für Siedlungen blieb da nicht: Pontaix ("Temple" [im 16. Jh. umgewidmete Wehrkapelle, Grablege der protestantischen Ortsherren, Fresken], Rundgang) – Saillans (pittoreskes mittelalterliches Dorf) – Chabrillan (roman. Kirche) – kleine Wanderung (ca. 1 Stunde) zu Burg und romanischer Burgkapelle in herrlicher Lage über Soyans. 2 Übernachtungen in Crest.

7. Tag: Der Mündung entgegen: Bei Crest öffnet sich das enge Drômetal in die Rhôneebene, die Mündung (Spaziergang) ist das Ziel; unterwegs Besichtigungs-Potpourri: St. Marcel-lès-Sauzet (romanische Fresken in cluniazensischer Kirche) – nahebei Sauzet (prächtige Villa des französischen Jugendstils – kleine naturkundliche Wanderung in den unberührten Auen der Drôme). Crest schließlich ist eine lebhafte kleine Provinzstadt mit gigantischem romanischem Bergfried (Besichtigung).

8. Tag: Das Vercors: Wie es sich für die Zisterzienser gehört, lag deren Kloster Leoncel (romanische Anlage) fern der Zivilisation in einem einsamen Tal, in diesem Fall noch von hohen Bergen umgeben. Durch die Bergwelt des Forêt de Fente geht es in das Herz des Vercors zum Mémorial der Résistance und zum vorgeschichtlichen Museum des Vercors (in Europa einmalige Ausgrabung einer regelrechten Feuersteinwerkstatt); im Tal der Bourne, die den Vercors im Norden begrenzt, liegt der Übernachtungsort Pont-en-Royans.

9. Tag: Abschied von der Dauphiné: Morgens in Pont-en-Royans (Altstadt-Rundgang, Wassermuseum, "Tournerie Mayet" [original erhaltene industrielle Dreherei um 1900, mit Maschinendemonstration]). Nach Überschreitung der Isère Besuch der prächtigen romanischen Benediktinerabtei St.-Donat-sur-l‘Herbasse und als unvergesslicher Abschluss das surrealistische, an birmesische Tempel erinnernde "Palais Idéal" des Briefträgers Cheval in Hauterive. Übernachtung im Raum südlich von Vienne.

10. Tag: Rückreise: Über Lyon, Montbéliard, Mulhouse (mit einer Überraschungsbesichtigung) nach Karlsruhe und Stuttgart.

Leistungen:

Preis:

€ 2045,– pro Person im Doppelzimmer
€ 2295,– pro Person im Einzelzimmer

Reisepapiere: gültiger Personalausweis oder Reisepass Partie am Fluss Bourne in Pont-en-Royans

Beachten Sie bitte auch unsere Allgemeinen Hinweise, die Reisebedingungen sowie unseren Taxiservice.