Berühmte Gärten. Zwischen Renaissance und Romantik

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Berühmte Gärten. Zwischen Renaissance und Romantik

Reise Nr. 33

Leitung: Sibylle Setzler M.A.

Mittwoch, 4. Juli, bis Sonntag, 8. Juli 2018 (5 Reisetage)
Abfahrt: 8.00 Uhr Stuttgart-Weilimdorf, S-Bahnhof | Ihre Abholzeit mit dem Taxiservice entnehmen Sie bitte den Reiseunterlagen.
Zustieg: 8.30 Uhr "Parken und Mitnehmen" an der Autobahnausfahrt Heilbronn-Untergruppenbach

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Die Kunst, ein Stück Natur nach architektonischen Prinzipien zu ordnen und zu gestalten, entwickelte sich in Renaissance und Barock zu höchstem Raffinement. Nach antiken Vorbildern entwarfen Gartenarchitekten den Fürsten und Klerikern in Europa wahre Wunderwerke von Gärten mit Wasserspielen, Grotten, Höhlen und farbenprächtigen Beeten. Ihren Höhepunkt erreichten die Schlossgärten im Absolutismus. Nach dem Vorbild von Versailles spiegelten die Barock- und Rokokogärten die Macht- und Prachtentfaltung ihrer Besitzer wider.

War das barocke Gartenkunstwerk Symbol einer hierarchischen Staats- und Weltordnung, so zeigt der sich in England entwickelnde Landschaftsgarten eine neue Lebens- und Weltauffassung. Er sollte die Grenzen zur freien Landschaft auflösen, all ihre Naturschönheit aufnehmen und damit konzentriertes und gesteigertes Abbild der sichtbaren Schöpfung sein. Die zahlreichen jetzt beliebig gesetzten und frei wachsenden Pflanzen und Bäume sollten zum Sinnbild des freien Menschen in seiner natürlichen Entfaltung werden. Folgerichtig setzten die Ideen dieser Gartenkunst der aufgeklärte Adel und das selbstbewusst gewordene Bürgertum in neuen Landschaftsgärten um, die als "Gärten der Aufklärung" gefeiert wurden.

Ein wichtiger Bestandteil, ja Bezugspunkte der barocken Gärten sind Schlösser und andere dekorative Bauten wie Pavillons und Lusthäuser, der Landschaftsgärten Denkmale, Ruinen und Staffagen, in historische Gewänder gekleidet oder als Stimmungsträger. Erst mit ihnen entsteht das Gesamtkunstwerk "Gartenarchitektur". Die Studienfahrt zu ausgewählten Garten-Beispielen, die die genannten Stilepochen verkörpern, bezieht daher auch die jeweils zugehörigen Bauten ein.

1. Tag: Süddeutsche Prachtgärten: Leonberg (Renais-sance-Pomeranzengarten von Heinrich Schickhardt für Herzogin Sibylla von Württemberg) – Veitshöchheim (Sommerresidenz der Würzburger Fürstbischöfe, Rokokogarten, Schlösschen mit Treppe von Balthasar Neumann) – Park Rosenau bei Coburg (ab 1808 von Herzog Ernst I. von Sachsen-Coburg und Gotha als Landschaftspark mit romantischen Elementen angelegt, Schloss und Park gelten als "Gesamtkunstwerk der Romantik") – Übernachtung in Coburg.

2. Tag: Zwischen Barock und Aufklärung, Wörlitzer Gärten: UNESCO-Weltkulturerbe Schloss und Park Oranienbaum (seltenes Beispiel für eine weitgehend niederländisch geprägte Barockanlage) – Wörlitzer Park (Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau schuf hier den ersten "Garten der Aufklärung" nach englischem Vorbild mit zahlreichen Bauten im Park, darunter das sog. Gotische Haus, das Schloss, ein früher Bau der deutschen Klassik, Denkmale, Tempel etc.) – Übernachtung in Cottbus.

3. Tag: Gärten der Grafenfamilie Pückler-Muskau: Durch seine Parkschöpfungen zählt Hermann Fürst von Pückler-Muskau neben Peter Lennι und Friedrich Sckell zu den bedeutendsten deutschen Gartenkünstlern des 19. Jhs.: Branitz (Barockschloss von Semper mit Landschaftsgarten, Wahrzeichen sind die weltweit einmaligen Pyramiden, Landpyramide und Seepyramide, Begräbnisstätte Fürst Pücklers und seiner Frau) – Bad Muskau (heute durch die polnische Grenze geteilt, größter Park Zentraleuropas, UNESCO-Weltkulturerbe; Schlösser, Marstall, Orangerie im maurischen Stil, historisches Tropenhaus, Tempel, Ruinen etc. schmücken den Garten wie eine Bildergalerie. Seit 2011 führt wieder die "Englische Brücke" über die Neiße). 2 Übernachtungen in Dresden.

4. Tag: Die Gärten Augusts des Starken in und um Dresden: Pillnitz (das Schloss ist ein Beispiel für die Chinamode des 18. Jhs., heute Museum; Parkanlage aus Barock-, Englischem und Chinesischem Garten mit entsprechenden Bauten) – Großsedlitz (bedeutender Barockgarten, nach Plänen Pöppelmanns und Knöffels erbautes Schloss, Orangerie und Wasserspiele, zahlreiche Sandsteinskulpturen der römischen und griechischen Mythologie).

5. Tag: Klosterpark und Eremitage: Klosterruinen Altzellas bei Nossen (von Kaiser Friedrich I. gestiftete Abtei, ab 1190 Grablege der Wettiner, ab 1540 säkularisiert, um 1800 zum romantischen Landschaftspark umgestaltet) – Eremitage in Bayreuth (Schöpfung der Markgräfin Wilhelmine, halbkreisförmiges Schloss mit Landschaftsgarten, Kleinod des Rokoko mit Grotte, künstlichen Ruinen, Brunnen und einer Eremitage) – Stuttgart.

Leistungen:

Preis:

€ 930,– pro Person im Doppelzimmer
€ 1040,– pro Person im Einzelzimmer

Beachten Sie bitte auch unsere Allgemeinen Hinweise, die Reisebedingungen sowie unseren Taxiservice.