Der bayerische `Pfaffenwinkel´ Heimat von Baumeistern und Dynastien von Stuckateuren

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Der bayerische `Pfaffenwinkel´ Heimat von Baumeistern und Dynastien von Stuckateuren

Reise Nr. 45

Leitung: Prof. Wolfgang Urban M.A.

Montag, 3. September, bis Donnerstag, 6. September 2018 (4 Reisetage)
Abfahrt: 8.00 Uhr Echterdingen, S-Bahnhof | Ihre Abholzeit mit dem Taxiservice ent nehmen Sie bitte den Reiseunterlagen.
Zustieg: 9.00 Uhr Autobahnraststätte Seligweiler (Ulm-Ost)

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Der bayerische "Pfaffenwinkel" ist durchsetzt mit ehemals bedeutenden Klöstern, Stiften und Wallfahrtskirchen. Genannt seien an erster Stelle die vom Bayernherzog Tassilo III. gegründeten Klöster Wessobrunn (753) und Polling (um 750, 1010 in ein Chorherrenstift umgewandelt), das Chorherrenstift Dießen (1132) und die Prämonstratenserabtei Steingaden (1176). Der Landstrich ist zugleich Heimat herausragender Meister der Barockzeit wie des Baumeisters Dominikus Zimmermann (1685–1766) und seines Bruders, des Malers und Freskanten Johann Baptist Zimmermann (1680–1758).

Wessobrunn, Namen gebend für das "Wessobrunner Gebet", eines der ältesten Denkmäler der deutschen Sprache, steht zugleich für eine große Tradition der Stuckateurskunst, wie die zahlreichen Vertreter dieses Metiers aus der Familie Schmuzer. Diese Repräsentanten süddeutschen Kunstschaffens des 17. und 18. Jhs. haben in Obermarchtal, Schwäbisch Gmünd oder Steinhausen Herausragendes geschaffen und auch in ihrer Herkunftsregion Denkmäler ihres höchsten Könnens gesetzt. An erster Stelle sei hier die "Wieskirche" der Brüder Zimmermann bei Steingaden genannt, in der das süddeutsche Rokoko einen einsamen Gipfel erreicht, aber auch die ehemalige, 1736–47 von Joseph und Franz Schmuzer ins Barocke verwandelte Stiftskirche Rottenbuch.

Die Reise nimmt ihren Auftakt in Kaufbeuren, der Wirkungsstätte Jörg Lederers, eines der letzten Vertreter der großen Schnitz- und Bildhauerkunst des Spätmittelalters in Schwaben. Die Fassade der früheren Stiftskirche von Dießen von Johann Michael Fischer (1692–1766), des Baumeisters der ehemaligen Abteikirchen von Zwiefalten und Ottobeuren, lässt deutlich den Bezug zu diesen Monumenten barocker Architektur in unserer schwäbischen Heimat erkennen.

Eine Begegnung mit der Kunst des 20. Jhs. schenkt der Besuch der Kunstsammlung von Lothar-Günther Buchheim in Bernried am Starnberger See. Ein Aufenthalt im von Heinrich dem Löwen 1160 gegründeten Landsberg am Lech schließt den Kreis.

1. Tag: Stuttgart – Kaufbeuren (St. Martin, St. Blasius) – Steingaden – Wieskirche – 3 Übernachtungen in Bernried am Starnberger See.

2. Tag: Dießen am Ammersee (Stiftskirche) – Thaining (St. Wolfgang) – Vilgertshofen (Wallfahrtskirche von Johann Schmuzer 1686–92) – Kloster Wessobrunn.

3. Tag: Weilheim – Polling (Wallfahrtskirche, ehem. Stiftskirche) – Schongau – Rottenbuch (Stiftskirche).

4. Tag: Bernried (Buchheim-Museum) – Landsberg (Rundgang) – Stuttgart.

Leistungen:

Preis:

€ 720,– pro Person im Doppelzimmer
€ 765,– pro Person im Einzelzimmer

Beachten Sie bitte auch unsere Allgemeinen Hinweise, die Reisebedingungen sowie unseren Taxiservice.