Mystik an der Oberen Donau: Die Frauenklöster Heiligkreuztal und Inzigkofen

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Mystik an der Oberen Donau: Die Frauenklöster Heiligkreuztal und Inzigkofen

Reise Nr. 50

Leitung: Prof. Wolfgang Urban M.A.

Samstag, 15. September 2018 (Tagesfahrt)
Abfahrt: 8.00 Uhr Stuttgart, Karlsplatz
Zustieg: 8.40 Uhr Reutlingen, Alter Busbahnhof (nur auf der Hinfahrt; Ausstieg in Tübingen)

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Noch am ursprünglichen Ort zeugt im Münster der ehemaligen Zisterzienserinnenabtei Heiligkreuztal die Skulptur der "Christus-Johannes-Minne“ der Zeit um 1330 von Gehalt und Ziel des geistlichen Lebens der Ordensfrauen. Die 1227 entstandene, ehemals reichsunmittelbare Frauenzisterze ist eines der am besten erhaltenen und restaurierten Frauenklöster in Baden-Württemberg. Ebenfalls aus dem Geist der Mystik hervorgegangen, stilgeschichtlich den Miniaturen der "Manessischen Liederhandschrift“ nahe, ist die Glasmalerei seines großartigen Chorfensters. Hier sprechen die Kunstwerke mit dem gesamten architektonischen Ensemble von der Geistigkeit der hier gelebten religiösen Frauenkultur.

Eine der bedeutendsten Pflegestätten der Mystik in Deutschland vom 14. bis zum 18. Jh. war wiederum das 1354 gegründete Frauenkloster Inzigkofen. In den erhaltenen Handschriften seiner ehemaligen Bibliothek entdeckte die im Zuge der Romantik als eigenes Fach erwachende Germanistik Textzeugen für die hohe Zeit der sogenannten "Deutschen Mystik“ in ihren glanzvollen Vertretern wie Meister Eckart, Johannes Tauler und Heinrich Seuse. Die Bibliothek umfasst auch eine Vielzahl von Schriften anderer bedeutender geistlicher Autoren des Mittelalters. Gleich Heiligkreuztal besaß Inzigkofen eine "Christus-Johannes-Minne“ von 1320/30.

Ordensfrauen des Konvents von Inzigkofen, wie Justina Blarer im 15. Jh., waren hochgebildete Übersetzerinnen aus dem Lateinischen, andere traten als Verfasserinnen von geistlichen Schriften hervor. Ein Ziel dieser Fahrt ist es, gerade auch die mit den Frauenklöstern verbundenen schöpferischen Kräfte ins Bewusstsein zu rücken, sie als Orte progressiver Entfaltung weiblicher Identität vorzustellen.

Neben dem säkularisierten Kloster mit seinem idyllischen Klostergelände entstand im 19. Jh. die Residenz der Fürstin Amalie Zephyrine von Hohenzollern-Sigmaringen (1760–1841), einer engen Freundin Joséphine de Beauharnais‘, der Gemahlin Napoleons.

Leistungen:

Preis:

€ 79,– pro Person

Beachten Sie bitte auch unsere Allgemeinen Hinweise, die Reisebedingungen sowie unseren Taxiservice.