Ausstellungs- und Museumsreisen Herbst und Winter 2018/2019

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Ausstellungs- und Museumsreisen Herbst und Winter 2018/2019

drei Bilder: italienischer Renaissancealtar, goldene Maske eines Mannes, Treppenaufgang in einem Schloss (Bildhinweis unten)

Auch nachdem das SHB-Reiseprogramm gedruckt ist, ergeben sich immer noch reizvolle Themen und Ziele. Dazu gehören vor allem Ausstellungen in Kunsthallen, Sammlungen und Museen. Daher ergänzen wir unser Reiseprogramm durch einige Sonderfahrten. Bitte lassen Sie sich in der Geschäftsstelle in den Verteiler aufnehmen.

Wichtige Informationen:

Unsere Studienfahrten und Exkursionen stehen immer im Vordergrund unseres Angebots. Aber beachten Sie dennoch die Reisebedingungen, die allgemeinen Hinweise, Informationen über Mindestteilnehmerzahlen, Zahlungsmodalitäten und Versicherungen am Ende dieser Seite.

806. Renaissance in Florenz und an der Isar: "Florenz und seine Maler: Von Giotto bis Leonardo da Vinci" (Alte Pinakothek München) und Besuch der Residenz

Reiseleitung: Sabine Lutzeier M.A.
Dienstag, 22. Januar 2019 (Tagesfahrt)
Treffpunkt: 7.35 Uhr Stuttgart Hauptbahnhof
Preis (inkl. Bahnfahrt IC oder ICE 2. Klasse ab/bis Stuttgart, Sitzplatzreservierung im Zug, Fahrten mit ÖPNV in München, Führungen, Eintrittsgelder): € 109,- pro Person

Das Florenz der Medici war die Geburtsstätte der Renaissance: Hier konnten sich Künstler mit bahnbrechenden Werken entfalten, die bis heute durch ihre Schönheit in Bann schlagen. Ausgehend von der Antike als Ideal studierten sie erstmals nach der Natur und Zentralperspektive und entwickelten in Bilderzählungen und Porträts innovative Ausdrucksformen. Die Schau präsentiert rund 120 hochkarätige Gemälde, Skulpturen und Zeichnungen der bedeutendsten Künstler, wie Giotto, der ab 1305 erstmals Figuren und Raum in Beziehung setzte, Uccello, dem "Entdecker" des Bildraumes in der Tafelmalerei, bis hin zum bis 1517 in Florenz tätigen Künstlergenie Leonardo.

Der Ausstellungsbesuch mit fachkundiger Führung wird ergänzt von der Besichtigung des größten deutschen Innenstadt-Schlosses, der Münchner Residenz: Als ältester Bau der herzoglichen Anlage gilt das 1571 fertiggestellte Antiquarium, gefolgt von Grotten- und Brunnenhof. Mit ihrem plastischen Schmuck sind sie glanzvolle Beispiele der Renaissance nördlich der Alpen und der höfischen Prachtentfaltung der damaligen bayerischen Herrscher Albrecht V. und Wilhelm V.

807. "Lotte Laserstein. Von Angesicht zu Angesicht" (Städel Museum Frankfurt)

Reiseleitung: Stefanie Alber M.A.
Samstag, 9. Februar 2019 (Tagesfahrt)
Treffpunkt: 7.45 Uhr Stuttgart Hauptbahnhof
Preis (inkl. Bahnfahrt IC oder ICE 2. Klasse ab/bis Stuttgart, Sitzplatzreservierung im Zug, Fahrten mit ÖPNV in Frankfurt, Führung, Eintrittsgelder): € 98,- pro Person

Durch sensibel gestaltete Porträts ihrer Zeitgenossen machte sich die Berliner Malerin Lotte Laserstein (1898-1993) in den späten Jahren der Weimarer Republik einen Namen. Erfolgreich beteiligte sie sich an zahlreichen Ausstellungen und Wettbewerben. Ihre Kritiker fanden hymnische Worte für Ausstellungs- und Museumsreisen Herbst und Winter 2018/19 Seite 5 von 8 sie, bezeichneten sie als "leidenschaftliche Malernatur" und bestätigten ihr "ein Können von beachtlichem Ausmaß". Nach der frühen Anerkennung endete ihre Karriere jedoch schlagartig: Die politischen Bedingungen im Nationalsozialismus schlossen die Malerin mit jüdischem Hintergrund zunehmend vom öffentlichen Kulturbetrieb aus. 1937 musste sie Deutschland verlassen. Abgeschnitten von der internationalen Kunstszene geriet ihr Werk weitgehend aus der öffentlichen Wahrnehmung. Heute gehört Lasersteins OEuvre zu den großen Wiederentdeckungen der letzten Jahre.

Die erste Einzelpräsentation Lasersteins in Deutschland außerhalb Berlins baut auf den Beständen des Städel auf, das mit den Gemälden "Russisches Mädchen mit Puderdose" von 1928 und "Junge mit Kasper-Puppe (Wolfgang Karger)" von 1933 in den vergangenen Jahren wichtige Arbeiten erwerben konnte. Anhand von etwa 50 Arbeiten nimmt sie Lasersteins künstlerische Entwicklung in den Blick. Der Fokus liegt auf ihren Arbeiten der 1920er/30er-Jahre, dem Glanzpunkt ihres Schaffens.

Zentrales Thema Lasersteins war die Porträtmalerei. Immer wieder negierte sie in ihren Werken klassische Rollenvorstellungen und entwickelte neue Identifikationsbilder. Diese finden Ausdruck in souveränen, athletischen und modebewussten Frauenfiguren, die den neuen Typus der modernen Frau reflektieren. Die Ausstellung bietet die Chance, dem faszinierenden Werk dieser lange vergessenen Künstlerin näherzukommen.

808. "Mykene - die sagenhafte Welt des Agamemnon" (Badisches Landesmuseum Karlsruhe)

Reiseleitung: Prof. Dr. Holger Sonnabend
Mittwoch, 13. Februar 2019 (Halbtagesfahrt)
Abfahrt: 13.00 Uhr Stuttgart, Karlsplatz
Preis (inkl. Fahrt im modernen Reisebus, Führung, Eintrittsgelder): € 68,- pro Person

Die mykenische Zeit, benannt nach einem Herrschersitz auf der nördlichen Peloponnes, gehört zu den faszinierendsten Epochen der frühen griechischen Geschichte. Zwischen 1600 und 1200 v. Chr. bildeten die Mykener die erste Hochkultur auf dem europäischen Festland. Dominiert wurde sie von einem kriegerischen, wehrhaften Adel. Die Mykener unternahmen zahlreiche militärische und handelspolitische Expeditionen vor allem ins östliche Mittelmeer, die den historischen Hintergrund des Trojanischen Krieges bilden. 1876 entdeckte Heinrich Schliemann bei Grabungen in Mykene die "Goldmaske des Agamemnon", benannt nach dem legendären König von Mykene, und löste damit eine bis heute anhaltende Mykene-Begeisterung aus.

Die große Karlsruher Sonderausstellung ist die erste Mykene-Schau in Deutschland seit vielen Jahren. Zu bewundern sind rund 350 Exponate aus verschiedenen griechischen Museen, die hier zum ersten Mal außerhalb Griechenlands gezeigt werden. Zu den Prunkstücken gehören die spektakulären Funde aus dem Grab des Greifen-Kriegers, das 2015 bei Ausgrabungen am "Palast des Nestor" in Pylos entdeckt wurde. Auch die Schliemann-Funde aus Mykene und Tiryns werden in Karlsruhe präsentiert. Der Besuch der Schau bietet Gelegenheit, anhand eindrucksvoller Exponate nicht nur die Geschichte, sondern auch die Kultur und den Alltag der Mykener kennenzulernen.

809. "Renaissance in Venedig. Malerei im Zeitalter Tizians" (Städel Museum Frankfurt)

Reiseleitung: Sybille Setzler M.A.
Mittwoch, 27. Februar 2019 (Tagesfahrt)
Treffpunkt: 7.45 Uhr Stuttgart Hauptbahnhof
Preis (inkl. Bahnfahrt IC oder ICE 2. Klasse ab/bis Stuttgart, Sitzplatzreservierung im Zug, Fahrten mit ÖPNV in Frankfurt, Führung, Eintrittsgelder): € 104,- pro Person

Das Städel Museum widmet sich einem der folgenreichsten Kapitel der europäischen Kunstgeschichte: der venezianischen Malerei der Renaissance. Ende des 15. Jhs. schien es, als würde Venedig von den anderen Stadtstaaten auf der italienischen Halbinsel wirtschaftlich, politisch, aber auch künstlerisch abgehängt werden. Doch genau um diese Zeit eroberten sich venezianische Maler und Architekten neue Ausdrucksmöglichkeiten, die auf den spezifisch venezianischen Traditionen aufbauten: Farbenreichtum, Betonung von Mustern und Oberflächen, Beschäftigung mit den Qualitäten des Lichts gehören zu den wichtigsten Charakteristika der venezianischen Renaissancekunst.

Richtungsweisend entwickelten Giorgione und der junge Tizian, aufbauend auf ihrem Lehrer Giovanni Bellini, diese höchst eigenständige Spielart der Renaissance, die auf genuin malerische Mittel und die Wirkung von Licht und Farbe setzte. Nicht nur in Venedig selbst machte diese neue Malerei Furore. Ihre Vertreter, allen voran Tizian, aber ebenso Sebastiano del Piombo, Jacopo Bassano oder Lorenzo Lotto, verbreiteten die Innovationen bald auch außerhalb der Serenissima. Ab den 1540er-Jahren trat mit Jacopo Tintoretto und Paolo Veronese erneut eine hochbegabte junge Generation auf den Plan, die zu einer expressiveren Darstellung der Bildsujets führte.

In thematischen Gruppierungen stellt die Schau ausgewählte, für die venezianische Malerei des Cinquecento charakteristische Aspekte vor. Dabei spielen jeweils zeitübergreifende Kontinuitäten ebenso eine Rolle wie die teils rasante Entwicklung, die einzelne Bildthemen im 16. Jh. erfuhren.

810. "Die Brücke" (Museum Frieder Burda Baden-Baden)

Reiseleitung: Dr. Bernd Langner
Mittwoch, 13. März 2019 (Halbtagesfahrt)
Abfahrt: 12.30 Uhr Stuttgart, Karlsplatz
Preis (inkl. Fahrt im modernen Reisebus, Führung, Eintrittsgelder): € 67,- pro Person

Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein und Emil Nolde gehörten Anfang des 20. Jhs. zur einflussreichen Künstlergruppe "Die Brücke", mit der in Deutschland der Aufbruch der Kunst zur Moderne begann. Ihre Stilrichtung, der Expressionismus, lehnte sich gegen die traditionelle Malerei und alles Akademische auf. Was entstand war nicht Abbild der Dinge, sondern Zeichen einer inneren Vorstellung. Die sichtbare Wirklichkeit wurde umgeformt und auf das Wesentliche reduziert. Auch die Farbe durchlief diesen Abstrahierungsprozess. Der "Brücke"-Expressionismus beschränkte sich jedoch nicht nur auf Malerei und Zeichnung. Aquarell, Druckgrafik und Skulptur wurden ebenso entscheidend bei der Entwicklung des neuen Stils. Neben neuartigen künstlerischen Lösungen verkörperte der Expressionismus auch ein verändertes Lebensgefühl, das mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges ein jähes Ende fand.

Das Museum Frieder Burda, das dem deutschen Expressionismus einen Sammelschwerpunkt gesetzt hat, zeigt in dieser Ausstellung seine eigenen hochkarätigen Werke und darüber hinaus Leihgaben aus dem Brücke-Museum Berlin sowie aus zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen im In- und Ausland. Gezeigt werden 120 Werke, darunter 50 bedeutende Gemälde.

Wichtige Informationen:

Den hier genannten mehrtägigen Reisen werden unsere im Rahmen der Anmeldung/Buchung zu vereinbarenden sowie im Internet abgedruckten Reisebedingungen für Vertragsschlüsse ab dem 1.7.2018 zugrunde gelegt, den Halbtages- und Tagesfahrten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen für Vertragsschlüsse ab dem 1.7.2018. Bitte beachten Sie bei Mehrtagesreisen auch das Formblatt zur Unterrichtung des Reisenden bei einer Pauschalreise nach 651a des Bürgerlichen Gesetzbuchs und für alle Fahrten die Allgemeinen Hinweise sowie die Hinweise zum Taxiservice.

Bitte verwenden Sie für Ihre Anmeldung nur die in unserer Broschüre "Kultur- und Studienreisen 2018" eingehefteten Anmeldekarten. Falls Ihnen die Broschüre 2018 nicht vorliegt, können Sie sie unter Tel. 0711-23942-11 anfordern.

Reiseveranstalter der Mehrtagesreisen bzw. Dienstleister der Tages-/Halbtagesfahrten ist:
Schwäbischer Heimatbund e. V.,
vertreten durch den Vorsitzenden: Josef Kreuzberger, Vereinsregister AG Stuttgart, Nr. 2326, Weberstraße 2 - 70182 Stuttgart

Wir schicken wir Ihnen das Programm dieser Fahrten zu und beraten Sie gerne:
Tel. 0711-239 42 11 • Fax: 0711-239 42 44
reisen@-Zeichenschwaebischer-heimatbund.de

Bildhinweis: Treppenaufgang = Martin Kraft, Schloss Rastatt-Treppenhaus1, Ausschnitt, CC BY-SA 3.0.