Was war - was kommt? Eine Zwischenbilanz der Akteure

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Was war - was kommt? Eine Zwischenbilanz der Akteure

Wortlaut des Vortrags von Dr. Bernd Langner, Pliezhausen / Schwäbischer Heimatbund
im Rahmen der Veranstaltung "Zwischenbilanz" – Kulturlandschaft des Jahres 2009/2010
Stadthalle, Fruchtkasten Maulbronn, 14. November 2009

Meine Damen und Herren,

bei einem zweijährigen Projekt bietet es sich an, bei Halbzeit kurz auf das Geschehene zurückzublicken und einen kleinen Ausblick auf das vor uns Liegende zu machen.

Collage aus vier Bildern mit Ortschaft, Burg, Wein und Fachwerk

Eine der zum Vortrag gezeigten Folien: verschiedene Aspekte der Kulturlandschaft des Jahres 2009/2010.

Im vorliegenden Fall ist der Rückblick schon auch deshalb spannend, weil es nicht nur für Sie, sondern auch für uns das erste Mal war, dass wir eine Landschaft auf diese besondere Weise in den Blickpunkt gerückt haben. Und so möchte ich für Sie - die Sie aus der Region kommen - und für uns Akteure noch einmal anhand zahlreicher Bilder kurz die Stationen des Jahres 2009 Revue passieren lassen.

Am Anfang dieses Projekts / dieser Auszeichnung stand die Idee, die

Vielfalt, Schönheit und Eigenart einer enger umrissenen Landschaft hervorzuheben, sie ins Blickfeld einer breiteren Allgemeinheit zu rücken und für ihre Bewahrung, Pflege und schonende künftige Entwicklung zu werben. (aus der Projektbeschreibung)

Diese Gedanken sollte nicht nur in der Region, sondern mit der Region umgesetzt werden - d.h. mit den Kommunen, Institutionen und mit den Menschen. Unser Bestreben ging deshalb in verschiedene Richtungen:

Veranstaltungen

Zu der ersten Gruppe der Aktivitäten gehörten sechs größere Veranstaltungen an verschiedenen Orten der Region:

Brackenheim 20. März 2009: festliche Auftaktveranstaltung

zwei Herren vor einer Bilderwand

Manfred Thierer (li.) und Georg Zimmer eröffnen in Brackenheim die Wanderausstellung.

Umrahmt wurde die Veranstaltung durch die Eröffnung der Wanderausstellung sowie einem Markt der Möglichkeiten. Hierbei hatten Personen, Vereine, Initiativen und Produzenten die Gelegenheit, an Ständen ihre Ideen, Aktivitäten und Produkte vorzustellen und anzubieten.

Güglingen 24./25. April 2009: Seminar »Landschaftsgeschichte - Wein und Wald«

Personen im Weinberg

Reinhard Wolf führt die Teilnehmer durch den Kulturlandschaftspfad am Geigersberg.

Unter der Leitung von Reinhard Wolf, Landeskonservator im Regierungspräsidium Stuttgart, Referat Naturschutz und Landschaftspflege, und gemeinsam mit weiteren Referenten aus der Region widmete man sich diesen Kernthemen der Landschaft auf verschiedene Weise:

Mühlacker - Lienzingen - Schützingen: 20. Juni 2009: Tagung »Historische Ortsanalyse«

Bauernhöfe und Kirche

Der Scheunengürtel von Lienzingen prägt gemeinsam mit den Baumwiesen die Kulturlandschaft.

Nach einer Darstellung des Themas, der Methoden und einiger Anwendungsbeispiele in der Kelter in Mühlacker wurde die Veranstaltung am Nachmittag mit einer Exkursion nach Lienzingen und Schützingen fortgesetzt. Die Leitung der Tagung hatten der Kunst- und Bauhistoriker Dr. Bernd Langner sowie Wolfgang Thiem, Planungsreferent beim Regierungspräsidium Tübingen, Referat Denkmalpflege, unterstützt durch den Bauforscher Tilmann Marstaller.

In Bezug auf die Kulturlandschaft wäre etwa zu fragen:

Zaberfeld 20. September 2009: »Naturerlebnistag« rund um das Naturparkzentrum Ehmetsklinge

ein Junge klettert auf einen Baum

Kletterparcours beim Naturerlebnistag an der Ehemtsklinge.

Nach den Seminaren und Tagungen für das Fachpublikum richtete sich der Naturerlebnistag nun eher an die breite Bevölkerung. Und die nahm dieses Angebot gerne an. Hier war der Schwäbische Heimatbund allerdings nur Juniorpartner. Die Veranstaltung wurde organisiert und geleitet vom Team des Naturparkzentrums um Dietmar Gretter.

An den Ständen von knapp 20 Akteuren von Brackenheim bis Mühlacker und draußen im Gelände gab es einiges zu schauen und zu entdecken, und vieles zu tun.

Oberderdingen 16. Oktober 2009: Planungswerkstatt »Aus der Landschaft lesen lernen«

Tagungsteilnehmer an einer Schautafel

Auch Regen gehört zum Erlebnis einer Kulturlandschaft: Erläuterungen zum Wald bei Oberderdingen.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Werner Konold (Institut für Landespflege, Universität Freiburg) und gemeinsam mit verschiedenen weiteren Referenten aus der Region beschäftigte man sich mit:

Am Nachmittag ging's bei Regenwetter ins Gelände - zur Spurensuche im Wald und im Weinberg. Die Teilnehmer lernten vor Ort zu erkennen:

Maulbronn 14. November 2009: Abschlussveranstaltung 2009

Zur Halbzeitbilanz treffen wir uns nun heute im Fruchtkasten des Klosters Maulbronn.

Exkursionen

eine Burg

Eines der Reiseziele 2009: Schloss Magenheim bei Cleebronn.

Auf den Tagesfahrten des Schwäbischen Heimatbunds besuchten wir:

Publikationen in der »Schwäbischen Heimat«

Diese Tagungen, Exkursionen und Festlichkeiten wurden und werden begleitet von zahlreichen Publikationen in unserer Zeitschrift Schwäbische Heimat. Ich möchte die Titel der acht Aufsätze kurz vorstellen, denn sie zeigen den Facettenreichtum einer Kulturlandschaft und die vielen Aspekte, mit denen man eine Region betrachten kann:

Zeitschrift

Titel der Ausgabe 4.2009 der Schwäbischen Heimat mit dem Hochaltar in der Stadtkirche St. Cyriakus zu Bönnigheim.

Heft 1.2009

Heft 2.2009

Heft 3.2009

Heft 4.2009

Ausblick auf 2010

bemalte Innenwand

Für 2010 geplant: Zeitgenössische Kunst im Zabergäu - hier die Wandgestaltung von Adam Lude Döring in der Güglinger Mauritiuskirche.

Für das kommende Jahr sind bereits wieder Veranstaltungen in der Planung - die meisten davon als Tagesfahrten des SHB - an denen aber jeder teilnehmen kann.

Wanderausstellung

Und natürlich wird auch unsere Wanderausstellung weiter wandern durch die Region.

Schluss

Landkarte

Karte des Projektgebiets mit Markierungen der besuchten oder beschriebenen Orte 2009 und 2010.

Meine Damen und Herren,
ich zeige Ihnen noch abschließend eine Karte, auf der mit orange-farbenen Nadeln markiert ist, wo wir im Jahr 2009 überall waren und worauf wir uns konzentriert haben - sowie mit blauen Nadeln all jene Orte und Plätze, denen wir uns im kommenden Jahr zuwenden werden.

Nach diesen vielen Eindrücken, die ich versucht habe, Ihnen zu vermitteln, sind Sie sicher mit mir einer Meinung, dass sich dieses Programm für ein erstes Mal durchaus sehen lassen kann.

Ich möchte aber noch einmal ausdrücklich betonen (im Namen der Akteure und auch im Namen des gesamten SHB):

Es wäre aber nicht zustande gekommen, wenn wir nicht so viele Mitstreiter in den Städten und Gemeinden, in den Einrichtungen und Vereinen gehabt hätten. Ihr Engagement ging weit über das hinaus, was wir erhofft hatten. Und deshalb möchte ich mich nochmals bedanken für die fruchtbare Zusammenarbeit und wünsche uns im Heimatbund für die kommende Kulturlandschaft des Jahres 2011/2012 eine ebenso gute Partnerschaft.

Ich hoffe,

Herzlichen Dank.